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Gefahr für unsere Kulturlandschaft

Bild: L.Bauer
Bild: L.Bauer

Streuobstwiesen sind ein prägendes Element unseres Landschaftsbildes und bereichern unsere Natur in vielfältiger Weise. Sie sind nicht nur eine Quelle für den regionalen Bezug von Obst, sondern besitzen zudem eine große Bedeutung für den Arten-, Klima, Grundwasser und Landschaftsschutz und sind darüber hinaus ein Attraktivitätsfaktor für unseren Tourismus. In Baden-Württemberg sowie in der Gemeinde Rudersberg spielt die Bewirtschaftung und Pflege der Streuobstwiesen eine entscheidende Rolle für die Erhaltung unserer Kulturlandschaft.

Ihr Bestand ist durch die unzureichende Bewirtschaftung oder mangelnde Pflege bedroht. Zur Eindämmung der unkontrollierten Verwahrlosung und Verwilderung der offenen Landschaft ist es notwendig dem Einhalt zu gebieten. Das Landwirtschafts- und Landeskulturgesetz (LLG) stellt entsprechende gesetzliche Vorschriften bereit, um dieser Fehlentwicklung entgegen zu wirken.

Das LLG verpflichtet die Eigentümer von landwirtschaftlich nutzbaren Grundstücken diese zu bewirtschaften oder alternativ durch geeignete Pflegemaßnahmen die Verwilderung zu verhindern. Ein landwirtschaftlich nutzbares Grundstück, das bewirtschaftet wird, verwildert nicht. Wird es nicht mehr bewirtschaftet, muss es durch Mähen oder Beweiden - außerhalb einer Bewirtschaftung - gepflegt werden, wodurch ebenfalls eine Verwilderung unterbunden wird.

Die Bewirtschaftungs- und Pflegemaßnahmen müssen so beschaffen sein, dass die Nutzung benachbarter Grundstücke nicht unzumutbar erschwert wird. Aus diesem Gebot zur ordnungsgemäßen Erfüllung der Bewirtschaftungs- und Pflegepflicht folgt, dass beispielsweise ein Grundstück so rechtzeitig abgemäht werden muss, dass ein schädlicher Samenflug, der die Nutzung benachbarter Grundstücke unzumutbar erschweren könnte, vermieden wird. Aus dem gleichen Grund kann auch mehrmaliges Abmähen geboten sein.
Die Nichteinhaltung der gesetzlichen Vorgaben kann durch Verwaltungszwang herbeigeführt werden. Das bedeutet ein Zwangsgeld oder eine kostenpflichtige Ersatzmaßnahme kann behördlich angeordnet werden, um den ordnungsgemäßen Zustand der Flächen wiederherzustellen. Daneben ist ebenfalls ein Bußgeld wegen der Verletzung der Pflegepflicht möglich.

Zur Einhaltung der Pflegepflicht sind folgende Maßnahmen geeignet:
1.            Die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bewirtschaftung.
2.           Die regelmäßige Gehölzpflege.
3.           Die ordnungsmäßige Beweidung.
4.           Das Mähen

In Baden-Württemberg ist es aufgrund des Vogelschutzgesetzes vom 1. März bis 30. September verboten, Hecken, Bäume, Gebüsch, Röhrichtbestände und lebende Zäune zu roden, abzuschneiden oder auf andere Weise zu zerstören. Eine Sonderregelung besteht jedoch für den Obstbaumschnitt. In der Zeit, in der das allgemeine Rodungsverbot besteht, sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen zulässig. Sommerschnittmaßnahmen sind grundsätzlich erlaubt, größere Rodungsarbeiten allerdings nur bis Ende Februar.
Die Pflicht zur Pflege von landwirtschaftlich nutzbaren Flächen ist mehr als eine bloße Vorschrift. Sie dient dem Erhalt der Kulturlandschaft und der Artenvielfalt in der Region. Diese Landschaften sind mehr als nur eine Ansammlung von Flurstücken – sie sind ein Teil unserer Heimat und Kultur.

Bild: A. Härer
Bild: A. Härer

Unterstützung bei der Schnittgutentsorgung

Die Gemeinde Rudersberg unterstützt auch in diesem Jahr wieder die Streuobstwiesenbesitzer der Gemeinde bei der Schnittgutentsorgung.

Wie bekannt, ist das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen grundsätzlich verboten. In Ergänzung zu den Entsorgungsangeboten der Abfallwirtschaft Rems-Murr (AWRM) bietet daher die Gemeinde Rudersberg den Streuobstwiesenbesitzer zusätzlich wider drei temporäre Sammelplätze für Baumschnittgut und Baumholz an.

Die Aktion beginnt am

Samstag, 03.02.2024 und endet am Samstag, 02.03.2024.

Hierzu werden auf den Parkplätzen des Rudersberger Freibades und des Steinenberger Freibades Lagerplätze zur Baumschnittentsorgung eingerichtet.

Ebenfalls wird auch in Necklinsberg am Rosenbergparkplatz neben dem Weg zum Kieselhof ein Baumschnittsammelplatz eingerichtet.

Das Schnittgut kann im genannten Zeitraum täglich außer sonntags in der Zeit von 8:00 – 19:00 Uhr und nur in den dafür vorgesehenen Bereichen angeliefert werden.


In der zweiten Märzwoche wird das Schnittgut gehackt und einer thermischen Verwertung zugeführt.


Bitte achten Sie darauf, dass Sie Ihr Schnittgut geordnet ablegen und kein Bindematerial aus Metall oder Kunststoff verwenden.


Es wird außerdem ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ausschließlich Holz von Obstbäumen abgelegt werden darf. Das Ablegen von Gartenschnitt, Grüngut wie Tuja- oder Kirschlorbeeräste, Steine, Draht, Erde, Baumstumpen usw. ist verboten.


Natürlich steht Ihnen auch die Entsorgungsanlage der Abfallwirtschaft Rems-Murr in Schlechtbach neben der ehemaligen Kläranlage an Samstagen während den Öffnungszeiten zur Verfügung.


Auskünfte erhalten Sie bei Herrn Büchner, Tel.: 07183/3005-35 oder per E-Mail unter h.buechner@rudersberg.de.

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